Geh vom Basar nach Norden, und über den Dächern taucht etwas auf, das in Rajasthan nichts zu suchen hat: ein Gopuram, der gestufte, reich skulptierte Torturm eines südindischen Tempels, der sich über die flache weiße Wüstenstadt erhebt. Das ist der alte Rangji-Tempel, 1823 vom Kaufmann Seth Puran Mal Ganeriwal erbaut und Rangji geweiht — Vishnu in seiner Gestalt als Ranganatha, verehrt in Tamil Nadu.
Es ist das architektonisch ungewöhnlichste Gebäude Pushkars und nach dem See vermutlich das meistfotografierte. Drei Traditionen sind hier übereinandergelegt: das dravidische Gopuram, Rajputen-Schnitzwerk und Mogul-Bögen. In der Nähe steht ein zweiter, neuerer Rangji-Tempel; der alte ist der mit dem Turm.
Top-Erlebnisse: Alter Rangji-Tempel
Das Gopuram fotografieren
Die besten Winkel bieten die Gasse im Süden und ein Dachcafé — der Turm überragt alles ringsum und fängt spätes Licht wunderbar ein.
Die drei Stile suchen
Dravidische Stufen, Rajputen-Konsolen und Mogul-Bögen liegen wenige Meter auseinander — überall ungewöhnlich, in einer Wüsten-Pilgerstadt bemerkenswert.
Zum Abendgebet kommen
Der Hof füllt sich, die Lampen werden entzündet und südindischer Andachtsgesang trägt bis in die Gasse — ein Klang, den man sonst nirgends in Rajasthan hört.
Mit den Nordgassen verbinden
Das Viertel um den Tempel ist ruhig und bewohnt, mit bemalten Türen und fast ohne Läden — eine gute halbe Stunde abseits des Basars.
So kommst du zu: Alter Rangji-Tempel
- Zu Fuß: fünf Minuten nördlich des Hauptbasars; der Turm ist aus fast der ganzen Stadt sichtbar, man geht einfach darauf zu.
- Vom Brahma-Tempel: etwa zehn Minuten durch die Gassen — gut an einem Vormittag zu verbinden.
- Auf einem Rundgang: Sowohl die Nachmittags- als auch die privaten Touren kommen vorbei und erklären die ungewöhnliche Stilmischung.
- Nicht-Hindus wird das innere Allerheiligste in der Regel nicht geöffnet, der äußere Hof und der Turm hingegen schon — frag vor Ort nach, die Praxis wechselt.
- Fotografieren ist draußen meist erlaubt und drinnen eingeschränkt. Im Zweifel vorher fragen.
- Schuhe aus und Schultern bedeckt, wie in jedem aktiven Tempel der Stadt.
Beste Touren & Tickets für Alter Rangji-Tempel
Diese top bewerteten Erlebnisse sind der einfachste Weg, Alter Rangji-Tempel und die Umgebung zu genießen:
Geführter Rundgang ab €5 Pushkar: Abendlicher Rundgang mit Feuerzeremonie
Das bestbewertete Erlebnis in Pushkar — und dasjenige, das aus einem hübschen See einen Ort macht, den man versteht. Ein einheimischer Guide führt dich genau dann durch die Altstadt, wenn sie erwacht: entlang der Badeghats, in aktive Tempel hinein und hinunter ans Wasser zur Mahaarti, dem Feuerritual, bei dem Lampen auf den See gesetzt werden. Unterwegs bekommst du das Praktische, das dir sonst niemand sagt: wo man die Schuhe lässt, welche Ghats Besucher willkommen heißen und wie du die „Blumen-Segnung“ als Masche erkennst. 4,9 Sterne aus weit über hundert Bewertungen.
- Über die Ghats und durch die Gassen, wenn die Stadt ihre Lampen anzündet
- Die Mahaarti-Feuerzeremonie erleben — und auf Wunsch mitmachen
- Mehrere lebendige Tempel mit einem einheimischen Guide besuchen
Privater Rundgang ab €5 Pushkar: Nachmittagsrundgang zu Tempeln & Basaren
Das Tages-Gegenstück zum Abendrundgang — und privat, praktisch, wenn du lieber viel fragst als eine Gruppe zu teilen. Dein Guide führt dich vom Brahma-Tempel zu den kleineren Schreinen, an denen die meisten Besucher vorbeilaufen, und weiter zu den Ghats, und erklärt, was dort jeweils geschieht und warum Pushkar den Millionen Pilgern so viel bedeutet. Die zweite Hälfte gehört dem Basar, wo ein einheimisches Auge bares Geld wert ist: Du lernst, was Rajasthani-Blockdruck, Kamelleder und Pushkar-Rosenöl tatsächlich kosten sollten.
- Privater Guide — Tempo und Fragen bestimmst du
- Brahma-Tempel, Varaha-Tempel und die Ghats am See
- Sadar Bazaar: Textilien, Silber, Leder und Rosenprodukte

